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Forum -> Musik -> Allgemein -> Audacity
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12.07.2008 12:49 [1]
Gerrit@HC
Beiträge: 84
Audacity

Hallo zusammen,

wie bereits im Thread "Home Recording" angedeutet, benutze ich ein Freeware Aufnahmetool namens Audacity (www.audacity.de). Audacity unterliegt der GNU Generall Public Licence, und somit sind die Nutzungrechte so gut wie gar nicht eingeschränkt. Für ein Freeware Tool bietet es zudem auch noch eine Menge an nützlichen Optionen und ist sehr leicht zu bedienen. Um euch das Ganze etwas zu beschreiben, will ich einfach mal erzählen, wie eine Aufnahme so bei mir von statten geht:

Nachdem ich alles für die Aufnahme vorbereitet habe (Gitarre, Micro, Effektgerät...), überlege ich mir, welche Geschwindigkeit in BPM das Stück haben soll. Dafür generiere so lange Click-Tracks (Tonspuren, die einfach nur die Viertel vorgeben), bis ich "meine" Geschwindigkeit gefeunden habe. Das geht für gewöhnlich recht schnell. Steht der Click-Track, geht es an die Gitarren Spuren. Meist habe ich zwei, gelegentlich auch drei davon. Achtet hierbei vor allem auf die Abmischung zwischen Aufnahmelautstärke und die Lautstärke des Amps, damit ihr nicht zu viel Rauschen habt und keine Nebengeräusche zu hören sind - klappt bei mir leider fast nie ;-).

Naja, bei der Aufnahme verschiedener Spuren zeigt Audacity leider eine kleine Schwäche auf - nämlich der Umgang mit der Aufnahmelatenz: da ja die Signale vom Micro bis zur Verarbeitung verzögert beim Aufnahmetool ankommen, entsteht die sogenannte Latenz. Diese beträgt meist ein paas Millisekunden. Audacity versucht automatisch diese Latenzen auszugleichen, was aber leider meist nicht wirklich klappt und es so zu unschönen Nebeneffkten kommt, d.h., die Spuren sind meist etwas versetzt und müssen anschließen manuell angepackt werden. Es kann natürlich auch sein, dass dies nur an meiner lokalen Konfiguration liegt - sieht für mich aber eher nach einem Grundlegenden "Fehler" des Programmes aus.

Aber so schlimm ist das nicht: mit etwas Training und Hilfe der Lupe bekommt man diesen Seiteneffekt schnell in den Griff. Sehr schön ist natürlich auch, dass man die Aufnahme direkt mit der Soundausgabe des PCs koppeln kann, so dass man ohne Probleme Samples oder ähnliches seinem Stück hinzufügen kann. An sich ja nichts neues, aber immer Gut für ein paar Spielereien :-).

Nachdem man nun alle Spuren aufgenommen hat (Gesang, Bass, Gitarre und was sonst noch so kommt), geht es an die Nachbearbeitung. Zuerst sollte man die Rauschentfernung, Click-Entfernung und danach die Kompression benutzen. Dadurch gewinnt die Aufnahme schon ordentlich an Qualität und klingt nicht mehr ganz so laienhaft ;-). Mit der Kompression sollte man sich etwas länger befassen, bis man die Einstellung für sich gefunden hat. Steht alles, sollte man direkt mal Speichern - das ist der zweite unschöne Effekt bei Audacity, welches gelegentlich auch mal abstürzt. Was zwar nicht all zu häufig vorkommt - aber sicher ist sicher ;-).

Im letzten Schritt könnt ihr nun weitere Effekte hinzufügen. Da bietet Audacity eine ganze Palette an - und es werden von Version zu Version immer mehr. Bei mir ist z.B. der Reverb standard. Hier gibt es sogar verschiedene Varianten. Auch kann man diverse andere Spielereinen machen: Fade Ins and Outs, Lautstärkeänderung, Spuren rückwärts abspielen (für unsere Black Metal Fans *hrhr*), Verzerrungne und und und...

Alles in allem würde ich sagen: Wer keine Lust hat, für eine Aufnahmesoftware Geld auszugeben, sollte unbedingt mal Audacity testen. Es ist eine gute Alternative und reicht für die meisten Aufnahmen völlig aus - ich behaupte sogar, dass viele den Unterschied nichtmal hören werden.

Schöne Grüße,
Gerrit
14.07.2008 10:53 [2]
Gesen
Beiträge: 55
RE: Audacity

hallo,

hab mit audacity meine musikstücke auch aufgenommen. sind auf meinenm profil zu hören. ein gutes und effektives programm und das wichtigste: leicht anzuwenden :D
in diesem sinne: schönen gruß an alle :)

Administratoren: Michael@HC